Demoaufruf

FÜR EIN KLIMA DER GERECHTIGKEIT
Vom 6. bis 17. November findet der UN-Klimagipfel COP23 in Bonn statt.
        
Doch wenn die Delegierten aus aller Welt zusammenkommen und ihre Beschlüsse fassen, tun sie das nur wenig entfernt von gigantischen Kohlebaggern, die ganze Landstriche verwüsten und Hunderte Menschen aus ihren Dörfern und Häusern vertreiben. Im rheinischen Braunkohlerevier betreibt RWE die größte CO2-Quelle Europas.
Die besten Ergebnisse von Klimakonferenzen sind sinnlos, wenn sie wegen Rücksicht auf Profit- und Konzerninteressen nicht umgesetzt werden. Und die Zeit drängt. Der menschengemachte Klimawandel hat bereits dramatische Folgen: Steigenden Meeresspiegel, Verdrängung und Flucht, Tier- bzw Artensterben, Häufung extremer Wetterphänomene, Dürren und Hungersnöte. Letztendlich sind das gesamte, weltweite Ökosystem und die Lebensgrundlagen von Abermillionen Menschen bedroht.
        
Auch bereits bestehende soziale Ungerechtigkeiten werden massiv verschärft. Verursacher*innen und Geschädigte sind (noch) ungleich verteilt. Während die reichen Industrienationen Unmengen Treibhausgase in die Atmosphäre pumpen haben viele Betroffene im globalen Süden nicht die Mittel mit den Folgen fertig zu werden.
Grund genug, am 4.11. gemeinsam nach Bonn zu fahren. Wir treffen uns um 8 Uhr am HBF Trier. Bei der Großdemonstration „KLIMA SCHÜTZEN – KOHLE STOPPEN!“ werden wir gemeinsam mit vielen anderen Menschen aus der ganzen Welt für einen schnellstmöglichen und sozialverträglichen Kohleausstieg und eine entschlossene und gerechte Klimapolitik hier und weltweit eintreten.
Die fossilen Energieträger müssen im Boden bleiben! Unser Ziel ist eine demokratische, inklusive und nachhaltige Energiewende. Angesichts der existentiellen Bedrohung der von steigendem Meeresspiegel und Dürren betroffenen Regionen müssen die hauptverantwortlichen Industriestaaten ein umfangreichen Unterstützungsprogramm auflegen.
        
Wir fordern auch die Bundespolitik auf, endlich Konsequenzen aus ihren jedes Jahr aufs Neue verfehlten Klimazielen zu ziehen. Die Kohleverstromung muss unverzüglich beendet werden. Die Laufzeitgarantien für die Tagebaue gehören gekündigt. Sie dürfen aber nicht durch vergleichbar gefährliche Energieträger ersetzt werden. Auch Atomkraftwerke gehören stillgelegt. Wir solidarisieren uns daher mit allen Kampagnen gegen Anlagen wie das Endlagerprojekt Bure, die AKWs Cattenom, Thiange und Fessenheim. Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima dürfen sich niemals mehr wiederholen.
        
Aus denselben Gründen werden wir eine Woche später auch hier in Trier demonstrieren. Immerhin hält der Konzern RWE auch Anteile an den Trierer Stadtwerken SWT. Die Stadt hat sich zu ihrem Schaden schon in der Vergangenheit an seinen Kraftwerken beteiligt. Das muss sich ändern. Wir fordern die Stadtwerke Trier auf, die Kooperation mit unverantwortlichen Kohleprofiteuren wie RWE, die mit der Zukunft von uns allen spielen, unverzüglich einzustellen. Stattdessen sollen Wege gefunden werden, unsere Stadt klimafreundlicher, emissionsärmer und energieautarker zu gestalten. Die Stadtwerke sollten ihren Strom aus regenerativen Quellen beziehen und möglichst viel davon selbst erzeugen, damit Trierer*innen umweltfreundlichen Strom auch zu sozialverträglichen Preisen beziehen können.
        
Wir wollen mit möglichst vielen beherzten Menschen gemeinsam den Wunsch nach einer dringend notwendigen, sozialen Energiewende und einem international solidarischen Umgang mit den nicht mehr aufhaltbaren Folgen an die Öffentlichkeit tragen.
Deshalb heißt es am 11.11. auch hier: FÜR EIN KLIMA DER GERECHTIGKEIT. Wir treffen uns um 14 Uhr am Hauptbahnhof. 
Schließt euch uns an.
Es darf zu den Facebookevents zu der Demo in Trier und der Zuganfahrt nach Bonn gerne geworben, geteilt und eingeladen werden.

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